Donnerstag, 17. November 2016
Das ist nicht nur wichtig für Wohneigentum, sondern auch für Kleingärten. Zwei Dinge, die sich gegenseitig ausschließen - jedenfalls zurzeit und in Berlin. Klar, Berlin braucht Wohnungen. Aber teure Eigentumswohnung, die als Kapitalanlage für internationale Spekulanten gebaut werden? Nee, davon gibt es bei uns im Bezirk schon viel zu viele. Außerdem würde aus meinem schönen Garten höchstens ein schnöder Parkplatz. Denn mein grünes Paradies liegt mitten in einer Wendeschleife der Straßenbahn. Da wird niemand ein Wohnhaus reinsetzen. Wer möchte schon in einem Haus wohnen, dass von mehreren Tram-Linien umkreist wird? Die Eisenschweine rumpeln und quietschen ganz schön.
Aber unser neuer Senat will ja jetzt sowieso alle Berliner Kleingärten erhalten. Aber ob man dem Frieden trauen kann? Da habe ich so meine Zweifel. Da hoffe ich lieber darauf, dass die unattraktive Lage meiner Parzelle die Rettung ist.





Freitag, 11. November 2016
Wer sagt, dass im November die Marmelade-Zeit vorbei ist? Bei mir geht sie jetzt erst richtig wieder los, und zwar mit der leckersten Marmelade überhaupt: Mispel-Marmelade.
Meine geliebte Mispel hat in diesem Jahr so üppig getragen wie noch nie. Zwei ganze Eimer der gold-braunen Früchte konnte ich ernten. Das Lustige bei der Mispel ist, dass sie meist ihre Blätter verliert, bevor die Früchte ganz reif sind. Dann steht da ein nackter Baum voller reifer Früchte. Sehr apart!

Reife Mispeln am Baum
Mispelernte

Für die Marmelade müssen die Mispeln wirklich vollreif sein, also matschig. Wenn sie noch zu hart sind, lasst die Früchte im Eimer ein bis zwei Nächte draußen stehen. Es sollte gern ein bisschen frostig sein. Dann werden sie schön weich. Hier ist das Rezept:

Mispelmarmelade

ca. 2 kg vollreife Mispeln
1 halber Liter Apfelsaft naturtrüb
1 halber TL Muskat
ca. 700 g Zucker
1 Limette

Die Mispel einfach aus ihrer Schale herausdrücken. Die Masse mit Apfelsaft mischen und erhitzen. So löst sich das klebrige Fruchtfleisch von den Kernen. Dann durch ein grobes Sieb drücken. Jetzt haben wir ein schönes Mispelmus. Dieses abwiegen. Und die gleiche Menge Zucker unterrühren. Gelierzucker brauchen wir nicht, da Mispeln sehr viel Pektin enthalten.
Muskat zugeben und aufkochen. Jetzt 10 Minuten sprudelnd kochen lassen und dabei immer wieder umrühren. Zum Schluss noch die Limette auspressen und unterrühren. Die Marmelade sollte eine Konsistenz wie sehr dickflüssiger Honig haben. Sofort in heiß ausgespülte Schraubgläser geben – fertig!

Mispelmarmelade




Sonntag, 30. Oktober 2016
Thema: Herbst
Kaum wird es Herbst, sprießen die Pilze. Leider tun sie das an meinem geliebten Reneclauden-Baum. Der blöde Baumpilz zieht sich jetzt schon von der Krone bis zur Wurzel hinunter. Überall platzt die Rinde auf. Ein trauriges Bild.
Ich habe noch mal eine Kronenentlastung vorgenommen, damit der Baum nicht umstürzt. Aber ob er den Winter überlebt?

Baumpilz an Reneclaude
Baumpilz an Reineclaude

2008 – da war meine Reineclaude noch ganz gesund:





Sonntag, 14. August 2016
Thema: Sommer
Tomatensalat, Tomatensoße, Pizza mit frischen Tomaten... Jetzt gibt es wieder täglich sonnenreife Tomaten aus dem Garten. Nichts schmeckt mehr nach Sommer.
Am liebsten würde ich noch viel mehr Sorten anbauen, aber dafür ist mein Garten zu schattig. Die wenigen Sonnenplätze sind darum meinem absoluten Lieblingsgemüse vorbehalten.
Mein diesjähriger Favorit: Sibirisches Birnchen. Die tragen üppig in Rispen, sehen aus wie kleine orange Glühbirnen und sind sehr süß und aromatisch. Sie sind prima Freilandtomaten, da sie gegen Braunfäule ziemlich resistent sind. Liegen leider auf dem Foto ganz unten in der Schale.

Reisetomate, Tigerella, Salattomate Matina und Wildtomate Bianca




Donnerstag, 28. Juli 2016
Thema: Tiere
Es gibt wohl einen neuen Untermiete in meiner Laube. Unter dem Vordach hat jemand ein Nest gebaut. Wer kann das sein?



Mal genauer hinschauen:



Inzwischen weiß ich: es ist ein Zaunkönig. Den kleinen Kerl habe ich kurz darauf in meinem Maschendrahtzaun sitzend entdeckt. Leider war er viel zu schnell weg für ein Foto. Und das Nest scheint auch nicht belegt zu sein. Die Vögel bauen mehrere Nester, aus denen sich ihr Weibchen eins aussuchen darf. Das in unserer Laube hat seiner Liebsten offenbar nicht richtig gefallen. Kann ich gar nicht verstehen – sieht doch sehr gemütlich aus.