Donnerstag, 28. April 2011
Ich war eine Zwetschge
Mangels Motorsäge hab ich eine Bank aus meiner gefällten Zwetschge gebaut. Die Rinde hab ich abgeschält, weil das Holz darunter so schön rot ist. Sieht zwar nicht so aus, ist aber recht bequem.



Gleich nebenan ist mein neues Anti-Schnecken-umzäuntes Beet. Bin gespannt, ob ich dies Jahr tatsächlich mal Salat, Kohlrabi und Radieschen ernten kann. Angeblich können die Schleimer den zweifach gebogenen Rand des Schneckenzauns nicht überwinden, weil sie gar nicht darauf stehen überkopf zu kriechen. Ich hoffe mal, dass das stimmt.

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Montag, 21. März 2011
Die Zeitung von gestern...
... kann immer noch der Pflanztopf von morgen werden. Diese tolle Idee hab ich bei Mauerblumen entdeckt und musste sie gleich ausprobieren. Spart Geld, recycelt Überflüssiges und schont die Umwelt – genau, wie ich es mag.
Alte Zeitungen gibt es in meinem Haushalt stapelweise, den Pflanztopf-Macher aus Holz gibt es im Netz. Meiner stammt aus England, wo die Dinger auch erfunden wurden. Der Online-Händler hat netterweise eine deutsche Gebrauchsanleitung beigelegt. "Roll Streifen um Schimmel, Schlange, das Papier mit der ersten Linie auf die Form und falten überschüssiges Papier über Ende." Nun ja, zum Glück erschließt sich die Anwendung auch so.
Das Herstellen der Töpfchen ist kinderleicht – meine Kleene hat gleich eine Massenproduktion gestartet ("Jetzt mach ich dir mal einen Topf mit Frau Merkel drauf, Mama"). Nun sind Erde und Samen drin. Mal sehen, wie sich die Papier-Pötte bewähren.

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Sonntag, 19. Dezember 2010
Vogelbesuch
Der Beweis: Die Vögel mögen mein Futterhaus für lau. Endlich hab ich mal einen Piepser mit der Kamera erwischt.

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Donnerstag, 9. Dezember 2010
Futterhäuschen für lau
Schnee, Schnee und nochmal Schnee. Wenn das Anfang Dezember schon so ist, wie sollen es die Piepser dann über den ganzen langen Winter schaffen? Füttern ist jetzt erste Naturfreunde-Pflicht. Damit die Vögelchen nicht eingeschneit werden, wenn sie auf dem Balkon Körner picken, hab ich schnell ein schnee- und winddichtes Futterhaus gebastelt. Und das Beste: Es kostet kaum einen Cent.

Dazu braucht man nur einen leeren Joghurteimer (500g), feste Schnur und ein Essstäbchen vom China-Imbiss. Einfach ein großes Loch in eine Seite des Eimers schneiden – aber nicht bis zum Boden, sonst fallen die Körner raus! Ein Loch in die Rückwand stechen, das Essstäbchen durchstecken, Körner einfüllen, Deckel drauf und am Henkel in einer windgeschützten Stelle aufhängen. Schon ist der Vogel-Imbiss geöffnet.



Für die freundliche Amsel, die täglich den Balkon besucht, gibt es eine Futterstelle auf dem Tisch – das Amsel-Büffet.

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Sonntag, 28. November 2010
Deko statt Häckseln II
Und noch eine Alternative zum Mit-der Hand-Häckseln: Adventskalender aus einem schönen Zweig basteln. Und grad noch rechtzeitig zum 1. Advent fertig geworden. Uff.

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Freitag, 19. November 2010
Deko statt Häckseln
Meine Alternative zum Mit-der Hand-Häckseln: Verfrühte Adventsdeko aus dem Baumschnitt basteln. Aus den Wasserschossen meines Apfelbaums lassen sich ganz einfach Kränze flechten. Ein solcher, verziert mit Hagebutten von einer Kletterrose, schmückt nun meine Laube. Spart ein wenig Schnippelarbeit und sieht schick aus.

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Sonntag, 31. Oktober 2010
Gartengrusel
Zwar nicht selbst geerntet, aber selbst geschnitzt. Eigene Kürbisse reifen zu lassen haben mir die Schnecken dies Jahr einfach nicht gegönnt. Schneckenfraß auf allen Gemüsebeeten: Das nenn ich echten Grusel!

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Freitag, 16. April 2010
Flaschen-Gemüse
Ich träume ja schon lang von einem Gewächshaus. Leider ist meine Parzelle dafür zu klein. Da, wo Platz wäre, ist es zu schattig. Und da, wo es sonnig ist, ist kein Platz.
Aber nun entdeckte ich bei Wachsen und Werden praktische Null-Euro-Gewächshäuser aus PET-Flaschen, die sogar in den Balkon-Kasten passen. Also, null Euro stimmt natürlich nicht, weil ja auf den Flaschen 25 Cent Pfand ist. Aber diese tolle Idee probiere ich jetzt mal aus. Den Boden der Plastikflasche abschneiden. Das geht gut mit einer kräftigen Haushaltsschere. Die aufgeschnittene Flasche – ohne Deckel – in den Boden über die Saat stecken. Mit einem Stock fixieren. In diesem Fall beherbergen die Mini-Treibhäuser Rote Beete.
Vorteile: Die Saat keimt schneller, die Pflänzchen sind vor Schnecken geschützt und man muss weniger gießen, weil sich die Feuchtigkeit in der Flasche hält.



Diese Ruck-zuck-Methode Gewächshäuser zu bauen ließ mir noch genug Zeit für ein weiteres Gartenprojekt: Schöne Steine sammeln und damit einen kleinen Berg aufschichten als Sonnenbank für Eidechsen und Blindschleichen. Dieser Steinhaufen hat außerdem noch eine Tonröhre als Rückzugsort für Erdkröten.

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Donnerstag, 15. April 2010
Machs gut Sommerflieder
Er war schön, duftete nach Honig und lockte die Schmetterlinge an. Nu ist er hinüber, plattgemacht vom Mega-Winter. Bis heute hab ich ihm eine Chance gegeben. Aber kein einziges winziges Blättchen wollte sich zeigen. Mausetot. In Gedenken hier ein Bild aus glücklichen Tagen.



Aber umsonst ist er nicht gestorben. Mit den toten Zweigen hab ich eins meiner Insektenhäuser aufgefüllt. So lockt der Sommerflieder auch post mortem noch Insekten an. In den markhaltigen Ästen nisten sie gern.

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Freitag, 16. Oktober 2009
Kompostklo statt Chemie-Toilette
Ein Kleingarten verfügt in der Regel nicht über einen Anschluss an die Kanalisation. Spätestens bei der ersten Grillparty wird das zum Problem – besonders für die weiblichen Gäste. Viele Kleingärtner behelfen sich mit einem Chemie- oder Camping-Klo.
Auch wir hatten uns einen transportablen Abtritt in beigefarbenem Plastik zugelegt. Allerdings war die Geruchsentwicklung trotz Chemie-Beigabe enorm. Und vom Ausleeren zuhause im Badezimmer will ich gar nicht erst erzählen...
Ganz klar, ein Kompostklo musste her. Diese in Skandinavien und Öko-Kommunen weit verbreiteten Bio-Toiletten funktionieren wie ein Turbo-Komposter. Sie produzieren besten Humus und das Tollste: Sie stinken nicht, weil die Luftzirkulation – ähnlich wie bei einem Ofen – Gerüche über ein Abzugsrohr nach außen abführt. Leider sind die Dinger unfassbar teuer. Mehrere hundert Euro für unser Gartenklo wollten wir nicht ausgeben.
Also, Ärmel hoch, selbst ist die Frau! Friedensreich Hundertwassers Humustoilette ist ganz leicht nachzubauen. Als Gestell hab ich unseren alten Küchentisch verbraten. Mein selbstgebautes KompostkloDer Kompostbehälter ist ein 50-Liter-Eimer aus dem Baumarkt, die Tropfwanne eine 3-Liter-Plastikschüssel.
Als Mulchmaterial benutze ich eine Mischung aus Rindenmulch, Laub und Sägespänen. Das Besprühen mit Wasser, wie bei Hundertwasser empfohlen, könnt ihr euch schenken. So ein Gartenklo ist eher zu feucht als zu trocken – liegt wohl an den Gartenpartys.
Ein bis zwei Mal pro Saison muss der große Behälter auf den Komposthaufen entleert werden. Hört sich schlimmer an als es ist. Der Inhalt ist ja größtenteils schon zu Humus geworden. Die Tropfwanne ist allerdings öfter fällig. Aber alles in allem ist mein Kompost-Klo recht wartungsarm.
Und Kinder lieben es: Bisher weigerten sich sämtliche Freunde meiner Tochter unseren Garten zu verlassen, bevor sie nicht wenigstens einmal unser Klo testen konnten.

Das Innenleben des Klos – die Abtropfwanne fehlt auf dem Foto

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