Montag, 28. März 2011
Grün
teichrose, 09:51h
Grün ist die Farbe des Frühlings. Grün ist die Farbe der Hoffnung. Hoffnung auf eine Welt ohne Atomkraft, Autowahn und Aktienzockerei. Naiv? Wahrscheinlich. Bin eben ziemlich grün hinter den Ohren. Und ganz ehrlich, das möchte ich auch bleiben.
Liebe Schwaben, wir Berliner lästern ja gern über euch. Doch seit Stuttgart 21 bewundern wir euch klammheimlich. Und was ihr gestern geschafft habt – Respekt! Meinen herzlichsten Glückwunsch ins Ländle. Und versprochen, wir machen es euch in 6 Monaten nach, wetten?
Liebe Schwaben, wir Berliner lästern ja gern über euch. Doch seit Stuttgart 21 bewundern wir euch klammheimlich. Und was ihr gestern geschafft habt – Respekt! Meinen herzlichsten Glückwunsch ins Ländle. Und versprochen, wir machen es euch in 6 Monaten nach, wetten?
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Donnerstag, 11. November 2010
Gartenlektüre
teichrose, 09:56h
Es gibt nicht mehr viel zu gärtnern im November. Zwar schade, aber dafür bleibt umso mehr Zeit zum Lesen. Dabei bin ich im Netz auf ein schönes Stück gestoßen übers Großstadtgärtnern in Berlin.
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Montag, 8. November 2010
Mitten im Bionade-Terror
teichrose, 21:39h
Falls jetzt der Eindruck entstanden ist, ich gärtnere mitten im sozialen Brennpunkt – weit gefehlt. Hier ist alles schick, zu schick, wenn sie mich fragen. Aber das kann Rainald Grebe viel besser sagen.
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Ja, wo laufen sie denn?
teichrose, 09:28h
Einer der Nachteile eines Gartens mitten in der Stadt ist der Müll. Manche Großstädter scheinen eine Gartenanlage mit einer Sperrmülldeponie zu verwechseln. Jedenfalls werden regelmäßig Schrott, kaputte Möbel und tütenweise Hausmüll vor meinem Zaun abgeladen. Irgendwann holt die BSR den Kram ab (nachdem Ratten und Krähen die Mülltüten zerfetzt haben, und der Inhalt überall rumfliegt). Aber kurz darauf liegt schon wieder was da. Und wo was liegt, kommt bald was dazu. Nee, ist echt nicht schön. Immerhin schmückt den aktuellen Speermüllberg ein nettes Pferdebild von der Trabrennbahn Mariendorf.


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Samstag, 11. September 2010
Tramterror
teichrose, 20:31h
Die verschlafene Wendeschleife, in der der mein Garten liegt, hat sich zu einem Verkehrsknotenpunkt entwickelt. Alle paar Sekunden donnert und quietscht eine Straßenbahn durch die Schleife. Wegen der vielen Baustellen (Konjunkturpaket I und II) sind zurzeit vier (!) Linien durch die Schleife umgeleitet. Es ist zum Davonlaufen!
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Montag, 7. Juni 2010
Hippe Großstadt-Gärtner
teichrose, 16:51h
Auch der Spiegel hat offenbar gemerkt, dass Stadt-Gärtnern hip ist. Schnarch. Spätestens jetzt ist er also völlig vorbei, der Trend zur Scholle in der City.
Aber wir wahren Großstadtgärtner lassen uns von sowas Kurzlebigem wie Hypes sowieso nicht vom Gießen, Harken und Jäten abhalten, gell?
Aber wir wahren Großstadtgärtner lassen uns von sowas Kurzlebigem wie Hypes sowieso nicht vom Gießen, Harken und Jäten abhalten, gell?
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Dienstag, 25. Mai 2010
Schätzchen aus dem wilden Garten
teichrose, 19:34h
Im wilden Garten meiner Freunde gibt es viel zu entdecken. Nicht nur auf den Beeten, auch in der Laube scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Die Hütte ist die reinste Ostalgie-Fundgrube. DDR-Gartenfachliteratur findet sich dort und sogar Saatgut aus Mauerzeiten. Fast schon romantisch.




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Freitag, 21. Mai 2010
Grünes Büro
teichrose, 17:40h
Ich hadere ja immer wieder mit meinem harten Dasein als Freiberuflerin – keine Sicherheit, keine Kohle im Krankheitsfall, schlechte Zahlungsmoral von Auftraggebern und dergleichen Unwägbarkeiten mehr. Aber manchmal ist es doch zu schön, nicht von 8 bis 17 Uhr zwangsweise in einem klimatisierten Großraumbüro hocken zu müssen.
Und so hab ich heute mein grünes Freiluft-Büro eröffnet.
Ich muss sagen, die Arbeit geht viel flotter von der Hand, wenn man unter einem Eierpflaumenbaum sitzt und dem Gesang der Vögel lauscht.
Das Arbeiten im Garten diszipliniert zudem ungemein. Weil ich ja keinen Strom auf meiner Parzelle habe, muss der Artikel fertig sein, bis der Laptop-Akku schlapp macht. Und das ist er dann auch.

Und so hab ich heute mein grünes Freiluft-Büro eröffnet.
Ich muss sagen, die Arbeit geht viel flotter von der Hand, wenn man unter einem Eierpflaumenbaum sitzt und dem Gesang der Vögel lauscht.
Das Arbeiten im Garten diszipliniert zudem ungemein. Weil ich ja keinen Strom auf meiner Parzelle habe, muss der Artikel fertig sein, bis der Laptop-Akku schlapp macht. Und das ist er dann auch.

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Donnerstag, 6. Mai 2010
Berliner Pflanzen
teichrose, 09:40h
Seit gestern sehe ich das "Unkraut" in meinem Garten mit völlig anderen Augen. Ich werde das böse U-Wort künftig komplett aus meinem Sprachschatz verbannen. Das liegt an dem Buch Berliner Pflanzen – das wilde Grün der Großstadt. Es zeigt nicht nur, dass jedes Kräutlein seinen – oft sogar medizinischen – Nutzen hat, sondern auch mit der Berliner Stadtgeschichte verknüpft ist. So konnten Wildpflanzen, wie Guter Heinrich oder die Glanzmelde, auf den Brachen an der Berliner Mauer überleben.
Auch der Wilde Hopfen, der bei uns in der Gartenanlage zum Graus des Vorstands wuchert, ist eine Heilpflanze und diente früher den Berlinern zur Bierbrauen.
Das Pennsylvanische Glaskraut, das in meinen Beeten wächst, hab ich einem Pflanzensammler zu verdanken, der das amerikanische Kraut Anfang des 19. Jahrhunderts als Anschauungsmaterial für seine Studenten im Botanischen Garten zog. Von dort eroberte die Pflanze ganz Berlin.
Die schönen Geschichten über die Wildkräuter bieten doch eine prima Ausrede, es mit dem lästigen Jäten nicht ganz so genau zu nehmen. Ich sollte die Lektüre mal unserem Kleingartenvereinsvorstand ans Herz legen.

Auch der Wilde Hopfen, der bei uns in der Gartenanlage zum Graus des Vorstands wuchert, ist eine Heilpflanze und diente früher den Berlinern zur Bierbrauen.
Das Pennsylvanische Glaskraut, das in meinen Beeten wächst, hab ich einem Pflanzensammler zu verdanken, der das amerikanische Kraut Anfang des 19. Jahrhunderts als Anschauungsmaterial für seine Studenten im Botanischen Garten zog. Von dort eroberte die Pflanze ganz Berlin.
Die schönen Geschichten über die Wildkräuter bieten doch eine prima Ausrede, es mit dem lästigen Jäten nicht ganz so genau zu nehmen. Ich sollte die Lektüre mal unserem Kleingartenvereinsvorstand ans Herz legen.

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Freitag, 30. April 2010
Protest vor der Gartentür
teichrose, 15:58h
Morgen am 1. Mai wollen die Nazis ausgerechnet vor unserer Kleingartenanlage aufmarschieren. Der ganze Kiez bereitet sich seit Tagen darauf vor, die NPD-Demo zu verhindern.
Erschwert wird dieser Plan allerdings dadurch, dass die Polizei nicht damit rausrücken will, welche Route die Rechten angemeldet haben. Nicht mal unserer Bezirksbürgermeister weiß Bescheid, ruft aber zur Gegendemo auf. Die Polizei glaubt anscheinend mit ihrer Nicht-Information Ausschreitungen verhindern zu können. Nur leider wird so der Protest gegen die Nazis gleich mit verhindert. Dabei ist Widerstand gegen solche Aufmärsche doch wohl erste Bürgerpflicht. Sollen die Nazis etwa unbehelligt durch unseren Bezirk stampfen?

Erschwert wird dieser Plan allerdings dadurch, dass die Polizei nicht damit rausrücken will, welche Route die Rechten angemeldet haben. Nicht mal unserer Bezirksbürgermeister weiß Bescheid, ruft aber zur Gegendemo auf. Die Polizei glaubt anscheinend mit ihrer Nicht-Information Ausschreitungen verhindern zu können. Nur leider wird so der Protest gegen die Nazis gleich mit verhindert. Dabei ist Widerstand gegen solche Aufmärsche doch wohl erste Bürgerpflicht. Sollen die Nazis etwa unbehelligt durch unseren Bezirk stampfen?

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