Montag, 8. November 2010
Mitten im Bionade-Terror
Falls jetzt der Eindruck entstanden ist, ich gärtnere mitten im sozialen Brennpunkt – weit gefehlt. Hier ist alles schick, zu schick, wenn sie mich fragen. Aber das kann Rainald Grebe viel besser sagen.

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Also so schnuggelich wie Wien auch sein mag - ich halte mich da ganz an meinen Freund Rainald und sage: Hallelujaaaah Berliiiiin!

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Dazu noch Bio-Feuerwerk :)

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Der Zusammenhang mit Wien ist mir jetzt irgendwie entgangen...

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... genau, reich mir mal den Rettich rüber =)

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@sid: Frau Libelle hat mir geraten nach Wien überzusiedeln, wenn ich die Berliner Gewohnheit des Abstellens von Sperrmülls auf der Straße und vorm Garten satt habe :) ich weiß allerdings nicht, was der gute Rainnald dazu sagen würde :))

@dagmarparzelle: befindet sich Ihr Paradies auch in Bionade-Berg?

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Liebe Teichrose, nein, mein Gärtchen ist in Weißensee. Ich habe aber 15 Jahre Bionadeberg auf dem Buckel. Ganz am Anfang war alles noch ganz unfertig und spannend, die letzten Jahre aber definitiv besser zu ertragen, wenn Rainald dazu sang... =)

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Da sprechen Sie mir aus der Seele! Bin schon 20 Jahre hier und fühle mich immer unbeheimateter. Ja, Rainald ist da wirklich ein Trost :)
Jetzt werden Sie sich fragen: Warum bin ich geblieben? Ganz einfach: günstige Genossenschaftswohnung, 10 Minuten zur Arbeit, 10 Minuten zum Garten – da lohnt es sich, den Bionade-Terror zu ertragen (meistens jedenfalls)

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@teichrose
Das weiß ich schon, aber davon stand im aktuellen Beitrag ja nichts. Hätte ja sein können, daß was im Lied drüber vorkommt.

Unerlaubt abgestellten Sperrmüll finden Sie hier auch zu genüge, man muß nur 7 Schritt in die Natur gehen...

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Oh ja, ich war furchtbar traurig, als ich weggezogen bin - ich hatte das Gefühl, ich ziehe auf's Dorf, dabei ist es nur Treptow. Ich bin auch heute noch ständig im Prenzlberg, auch meine Kinder haben dort noch ihre Schulen, aber der Abstand, der den Blick ja weitet und das viele Grün in Treptow haben mich nun hier ganz heimisch werden lassen. Jetzt ist es hier wie vor 10 Jahren im Prenzlberg. Und wenn ich in mein Gärtchen fahre, muss ich ja auch durchfahren. Und es ist dennoch immer wieder schön, mit ohne Rainald, oder?

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Naja, mitunter schon. Aber wenn ich meine Genossenschaft nicht hätte... Da ist es auch wie auf dem Dorf: Riesiger grüner Hinterhof zum Spielen für meine Kleene, gute sozial gemischte Nachbarschaft (fast wie vor 10 Jahren) durch die günstigen Mieten. Nur rings umher sprießen die Luxus-Lofts – Ho-Ho-Holzspielzeug!

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Ach das klingt jut! Ändern Sie bloß nix, manchmal muss auch einfach mal alles so bleiben, wie es ist, oder? Es gibt doch genügend Baustellen im Leben.

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