Montag, 10. Mai 2010
Grabpflege
teichrose, 08:46h
Meine Tochter hat ein eigenes Beet im Schleifengarten. Sie interessiert sie sich aber vor allem dann dafür, wenn die Erdbeeren oder der Kohlrabi darauf reif sind. Na gut, ab und zu gießt sie ihre Pflanzen auch mal. Aber hauptsächlich bin ich es, die das Kinderbeet pflegt.
Dafür kümmert sich das Töchterchen mit Hingabe um ihren kleinen Friedhof. Gestern hat sie das frische Grab der Kröte aufgehübscht. Ist sehr lauschig geworden.

Dann hat sie sich darangemacht, auch die übrigen Tiergräber zu schmücken und die Holzkreuze zu erneuern. Hier sind eine Maus, ein Jungvogel und unser Haustier, ein Krebs, begraben – wie man auch auf dem Grabstein lesen kann.
Für Kinder, die von Totenritualen so fasziniert sind wie meine Tochter, kann ich das Buch
"Die besten Beerdigungen der Welt" empfehlen.
Wenn ich so überlege, auch ich hab früher in unserem Garten tote Tiere feierlich beerdigt: ein Eichhörnchen, Mäuse und eine Katze ruhten auf meinem Friedhof.

Dafür kümmert sich das Töchterchen mit Hingabe um ihren kleinen Friedhof. Gestern hat sie das frische Grab der Kröte aufgehübscht. Ist sehr lauschig geworden.

Dann hat sie sich darangemacht, auch die übrigen Tiergräber zu schmücken und die Holzkreuze zu erneuern. Hier sind eine Maus, ein Jungvogel und unser Haustier, ein Krebs, begraben – wie man auch auf dem Grabstein lesen kann.
Für Kinder, die von Totenritualen so fasziniert sind wie meine Tochter, kann ich das Buch
"Die besten Beerdigungen der Welt" empfehlen.
Wenn ich so überlege, auch ich hab früher in unserem Garten tote Tiere feierlich beerdigt: ein Eichhörnchen, Mäuse und eine Katze ruhten auf meinem Friedhof.

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sid,
Montag, 10. Mai 2010, 13:27
Ich glaub das Ritual des Abschiednehmens ist sehr wichtig für Kinder.
Meine verstorbenen Haustiere liegen auch alle unter versch. Rosenbüschen. Und ich werde es meiner Großmutter nie vergessen, als wir grad 5 min nach dem Einschläfern sind, und sie meinte ich solle nu mit dem Theater aufhören und unter den Umständen könnte ich nie wieder ein Haustier haben.
Kann nur den Kopf schütteln - auch heute noch...
JedeR geht mit Trauer anders um, und wenigenst in den ersten Wochen, sollte man den Leuten ihren Schmerz zugestehen...
Okee, die Sache, die grad mit den Eizellen abgeht, finde ich aus andren Gründen fürchterlich, aber dazu will ich hier nicht die friedliche Grabstille stören. Mehr dann bei Gelegenheit bei mir.
Jedenfalls schön, was Ihre Tochte gemacht hat & auch, daß Sie ihr dafür den Raum geben!
Meine verstorbenen Haustiere liegen auch alle unter versch. Rosenbüschen. Und ich werde es meiner Großmutter nie vergessen, als wir grad 5 min nach dem Einschläfern sind, und sie meinte ich solle nu mit dem Theater aufhören und unter den Umständen könnte ich nie wieder ein Haustier haben.
Kann nur den Kopf schütteln - auch heute noch...
JedeR geht mit Trauer anders um, und wenigenst in den ersten Wochen, sollte man den Leuten ihren Schmerz zugestehen...
Okee, die Sache, die grad mit den Eizellen abgeht, finde ich aus andren Gründen fürchterlich, aber dazu will ich hier nicht die friedliche Grabstille stören. Mehr dann bei Gelegenheit bei mir.
Jedenfalls schön, was Ihre Tochte gemacht hat & auch, daß Sie ihr dafür den Raum geben!
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arboretum,
Dienstag, 11. Mai 2010, 09:39
Das machen wohl viele Kinder, die einen eigenen Garten haben. Meine Schwester und ich früher auch. wie schon unsere Mutter als Kind.
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sid,
Dienstag, 11. Mai 2010, 13:49
Wir hatten zum Glück einen Besuchsgarten. Einen eigenen ja nie *snief*
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teichrose,
Dienstag, 11. Mai 2010, 13:57
Meine Tochter begräbt auch Tiere im Hinterhof von unserer Mietwohnung. Also, auch ohne den Schrebergarten hätte sie einen Tierfriedhof :)
Als Kind hatte ich auch einen selbstangelegten Friedhof, in einer schattigen Ecke hinterm Bienenhaus im Garten meiner Eltern. Am ergreifendsten war die Beerdigung eines halbverwesten Eichhörnchen. Als Sarg hab ich eine alte Zigarrenkiste genommen.
Als Kind hatte ich auch einen selbstangelegten Friedhof, in einer schattigen Ecke hinterm Bienenhaus im Garten meiner Eltern. Am ergreifendsten war die Beerdigung eines halbverwesten Eichhörnchen. Als Sarg hab ich eine alte Zigarrenkiste genommen.
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jordemodern,
Dienstag, 11. Mai 2010, 16:11
Schön, dass es das noch gibt. Und ich bin überrascht zu lesen, wieviele von uns als Kinder totgefallene Vögelchen und anderes Getier in Würde bestattet haben - warum ist der Tod dann heute so ein Tabu und das anonyme Rasengrab so ein Hit?
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sid,
Dienstag, 11. Mai 2010, 17:16
Weil sich die Ausgewachsenen vor allem fürchten, was sie weder kontrollieren noch verstehen können.
Für Kinder ist alles magisch und braucht nicht viel, damit sie es akzeptieren und damit umgehen können.
Ist aber auch ein kulturelles Phänomen. Vllt weil seit 2000 Jahren in den christl. Kirchen ein Toter angebetet wird, der oft noch sterbend dargestellt wird.
Andre Religionen gehen mit dem Thema ja auch ganz anders um. Lautes Wehklagen oder wildes Feiern (New Orleans). Hier wird man ja schon schräg angeschaut, wenn man bei einer Beerdigung lacht. (Damit meine ich - fröhlich ist. Dabei soll man doch das Leben feiern, und auch den Tod.)
Für Kinder ist alles magisch und braucht nicht viel, damit sie es akzeptieren und damit umgehen können.
Ist aber auch ein kulturelles Phänomen. Vllt weil seit 2000 Jahren in den christl. Kirchen ein Toter angebetet wird, der oft noch sterbend dargestellt wird.
Andre Religionen gehen mit dem Thema ja auch ganz anders um. Lautes Wehklagen oder wildes Feiern (New Orleans). Hier wird man ja schon schräg angeschaut, wenn man bei einer Beerdigung lacht. (Damit meine ich - fröhlich ist. Dabei soll man doch das Leben feiern, und auch den Tod.)
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